Plateau sichern – Burgreste erhalten

Mittlerweile wurden drei Arbeitspapiere zur Sicherung und dem Erhalt der Tomburg der Stadt Rheinbach als ›Untere Denkmalbehörde‹ vorgelegt. Die darin enthaltenen Vorschläge und Empfehlungen konkretisieren  konzeptionelle Überlegungen aus meinem Vortrag vom November 2014 im Ausschuß für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur, der hier bereits veröffentlicht wurde: LinkInt »Die Tomburg – Zustand und Substanzverlust«.

Beitrag 1: Das Plateaugeländer

Bestandsaufnahme des umlaufenden Geländers am Rand des Plateaus, notwendige Instansetzung und Empfehlungen zur Verlegung in Teilabschnitten.
LinkInt Zur Erneuerung des umlaufenden Plateaugeländers. Bestandsaufnahme – Kartierung – Mengengerüst

Beitrag 2: Bausubstanz aus dem 15. Jahrhundert

Bestandsaufnahme und Schadensbilder mit Empfehlungen zur Sicherung des sichtbaren Bestandes verbunden mit einer Sichtbarmachung bisher verborgener weiterer Befunde.
LinkInt Sicherung des sichtbaren Bestandes und Sichtbarmachung der Befunde. Bestandsaufnahme und Schadensbilder

Beitrag 3: Baumkartierung

Gräser, Büsche und Bäume im unmittelbaren Bereich des Denkmales gefährden den Bestand. Sie wurden nach Gefährdungspotential kartiert.
LinkExt Bäume im Bereich des Bodendenkmals

Erfahren Sie mehr… LinkInt Erhaltungsmaßnahmen: Vorschläge und Empfehlungen

Denkmalpflege, Naturschutz und Naherholung

Die Burg Hopfen bei Füssen gilt als die älteste Steinburg im Allgäu. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde sie – wie auch die Tomburg etwas später – als Steinbruch genutzt und die wertvollen behauenen Steine fanden ihre Zweitverwendung beim Umbau des Klosters St. Mang in Füssen. 1999 begann die Stadt Füssen mit Unterstützung durch LinkExt Dr. Zeune – Büro für Burgenforschung eine mehrjährige behutsame Sanierung, wie ich finde ein gelungenes Beispiel für eine Verbindung der Interessen von Denkmalpflege, Naturschutz und Naherholung.

Einige Details in der Ausführung geben Anstöße für die zukünftige Pflege und Entwicklung der Tomburg nach Abschluß der begonnen Sanierungsmassnahme. Sie ergänzen die theoretischen Ansätze des Vortrages LinkInt »Tomburg – Zustand und Substanzverlust« vom 20.11.2014 im LinkInt ›Ausschuss für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur‹ der Stadt Rheinbach.

 

Besucherführung

Der Aufweg zur Burg führt durch ein Naturschutzgebiet, das nicht auf Trampelpfaden durchquert werden sollte; auf dem Burggelände selber sollte nicht jeder Randbereich betreten werden. Geländer entlang der Wege führen die Besucher und schützen insbesondere Kinder bei der Erkundung. Dabei liegt es auf der Hand, dass Geländer und andere Hinweise immer wieder ignoriert werden, aber die Häufigkeit der Querfeldeinläufer sinkt. Mit zu diesem Thema gehört die Gestaltung der Wege, z.B. durch treppenartige Abstufungen auf steilen Abschnitten.

 

Information

Die Information der Besucher beginnt schon auf der Lichtung am Fuße der Tomburg zwischen dem Waldrand und dem Beginn des Aufweges. Hier stehen bereits zwei Schautafeln zu den Themen ›Geschichte‹ und ›Geologie‹. Vor Betreten der Anlage werden Eltern gebeten, auf ihre Kinder zu achten. Dieser Hinweis empfiehlt sich dringend für die Tomburg, z.B. am Beginn des Aufweges positioniert. Interessant ist die Ausführung der Schilder: Schriftzüge in Holz geschnitzt, farblich hervorgehoben und an der oberen Kante mit einem kleinen Zinkblechstreifen geschützt. Diese Schilder könnten selbst von Schulklassen angefertigt werden.

 

Bausubstanz

Hierzu nur einige wenige Fotos als Beispiele für die freizeitorientierte Nutzung.

(Fotos: Andreas Herrmann)

Die Tomburg im Ausschuß für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur

2014-11-27_ZustandUndSubstanzverlust-Folie1Hier finden Sie eine bebilderte Textfassung des Vortrages:
LinkInt »Tomburg – Zustand und Substanzverlust«.

Am 20. November 2014 wurde im ›Ausschuss für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur‹ auf Einladung der Stadt Rheinbach über den aktuellen Zustand, den kontinuierlichen Substanzverlust, aber auch über Perspektiven für Burg und Berg vorgetragen.

Der General-Anzeiger Bonn berichtet:LinkExt »Zahn der Zeit nagt an der Tomburg«.