Deutsche Stiftung Denkmalschutz überreicht Förderplakette

Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der Glücksspirale (Foto: Andreas Herrmann)

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz überreichte am 8. August 2019 eine Bronzeplakette an die Stadt Rheinbach. Durch die Anbringung an prominenter Stelle wird das finanzielle Engagement der DSD dauerhaft gewürdigt. Zu diesem Anlass waren finanziell und ehrenamtlich engagierte Beteiligte an dem Projekt zu einem Pressetermin auf der Tomburg eingeladen:
LinkExt »DSD förderte die Burgruine Tomburg in Rheinbach«

Presseecho

LinkExt »Viele helfen beim Erhalt der Mauern« von Axel Vogel im General-Anzeiger Bonn, Druckausgabe v. 09.08.2019 und online;

»Mauer ist wieder in Bestzustand – erstes großes Sanierungsprojekt an der Tomburg ist abgeschlossen« von Volker Jost in der Bonner Rundschau, Druckausgabe v. 09.08.2019;

LinkExt »Burgsanierung abgeschlossen. Zum Abschluss der Arbeiten gab es eine kleine Bronzeta« (Ad) im Blickpunkt v. 14.08.2019.

Tomburg im Schnee

Die Tomburg im Schnee kommt nicht so häufig vor, was auch der Grund ist, diese neuen Luftbilder hier zu zeigen – vielen Dank an Alexander Bayer.
Besonders gut ist die Hangsituation im Sanierungsbereich zu erkennen und die fehlenden Blätter an Büschen und Bäumen geben den Blick frei auf das Burgplateau.

Das im Vordergrund erkennbare Geländer steht auf der Spritzbetonwand und dient einer ersten Absturzsicherung. Mittlerweile ist der Bereich von der Stadt Rheinbach durch Bauzäune abgesperrt worden; sie dienen als Zwischensicherung bis zu einer Gesamtlösung für das Plateau (Foto mit freundlicher Genehmigung von Alexander Bayer).

Die senkrecht über dem Bergfried stehende Kamera hat einen nahezu freien Blick bis auf die Oberfläche. Gute erkennbar ist der noch vorhandene Zaun im Norden und Westen. Am rechten Bildrand ist der rechteckige kleine Platz mit der Linde. Das Luftbild unterstützt zudem – unter Berücksichtigung der Verzerrungen der Kameraoptik – die Kartierung des Plateaus.  (Foto mit freundlicher Genehmigung von Alexander Bayer).

Sanierungsprojekt erneut im Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises

(Quelle: Edition Blattwelt)

Im Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2019 wird auf einer 3/4-Seite die Sanierung 2017/18 mit dem Engagement des ›Freundeskreis Tomburg‹ beschrieben. Neben Vorher-Nachher-Fotos ist eine Ansicht des ehemaligen Burghofes zu sehen; die Webadresse der Vereinsseiten ist genannt (vgl. LinkInt ›Sanierungsprojekt im Jahrbuch…‹

Das Jahrbuch ist über den Buchhandel erhältlich oder kann direkt bei LinkExt ›Blattwelt‹ bestellt werden; es kostet 13,50 € zzgl. Versandkosten. Eine Ansicht der Druckseite kann hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden.

Bautagebuch: die Mauerkronen bilden den Abschluss

Dies ist der vorerst letzte Eintrag in das Bautagebuch, denn mit der Bauabnahme am 5. Juli wurde die Sanierung 2017/2018 abgeschlossen und die Tomburg-Baustelle geräumt.

Presseecho: Axel Vogel im General-Anzeiger Bonn:
– online: LinkExt  »Denkmalschutz – Arbeiten an der Tomburg in Rheinbach sind beendet.«
– in der Druckausgabe v. 03.07.2018 »Arbeiten an der Tomburg sind beendet. In dieser Woche räumt die Sanierungsfirma die Baustelle in Rheinbach. Stiftung gibt 30 000 Euro zusätzlich.«

Das Bautagebuch hat Sie aus allgemein verständlicher technischer Sicht über durchgeführte Arbeiten und ihre Ergebnisse informiert und sobald weitere Massnahmen starten, werde ich die Berichte auch weiter führen. Wenn Sie die Seiten im Bautagebuch nachlesen möchten, hierzu noch ein Tipp: in der rechten Spalte finden Sie eine Liste mit ›Kategorien‹. Wenn Sie eine Kategorie anklicken, wirkt diese wie ein Filter, und es werden Ihnen nur die dazu gehörenden Beiträge angezeigt, also z.B. alle Einträge im Bautagebuch.

Die Mauerkronen bilden den Abschluss

Schon während der Planungsphase wurde beschlossen, das sanierte Mauerwerk mit einer harten Abdeckung auf der Oberseite zu verschließen. Diese sollte die darunter liegenden Fugen gegenüber Niederschlägen abdichten und verhindern, dass Pflanzen mit ihren Wurzeln in kleine Spalten eindringen. Um die Stabilität zu erhöhen wurden dem Kalk-Trass-Mörtel Kunststofffasern beigefügt.

Erste Probefläche nicht akzeptabel

Die Bauausführung wurde allerdings nach den ersten Probeflächen nochmal geändert. Zunächst wurde die Idee verfolgt, an den Rändern der Oberseite mit Holzbrettern ein Verschalung zu bauen, in die der Mörtel eingebracht wurde. Das Ergebnis zeigen die folgenden Bilder: eine mehrere Zentimeter dicke Mörtelplatte, die entweder an den Rändern übersteht oder deren Mörtelmasse zwischen Schalbrett und Steinen ausgetreten ist. In jedem Fall erscheint die entstehende Platte als zu massiv und ästhetisch wenig ansprechend, so dass mit der Baufirma und dem Freundeskreis in Absprache mit der Denkmalpflege nach einem anderen Weg gesucht wurde. Die einmal erstellten Probeflächen wurden allerdings aus finanziellen Gründen so belassen.

(Fotos: Andreas Herrmann)

Zweite Probefläche fügt sich harmonisch ein

Die Ergebnisse an einer weiteren Probefläche überzeugten: die Mörtelmasse wurde mit der Kelle in einer Dicke von wenigen Zentimetern aufgetragen. Auch hierbei wurde darauf geachtet, in der Fläche schiefe Ebenen zu formen, damit Niederschläge abfließen können. Die Ränder passen sich dem Verlauf der Steinkanten an, so dass insgesamt ein harmonischer Gesamteindruck entsteht.

(Fotos: Andreas Herrmann

An einigen Stellen löste sich die Abdeckung vom Untergrund. (Foto: Andreas Herrmann)

Noch eine Nachbesserung erforderlich

Leider entwickelten sich vorwiegend in den Randbereichen der Abdeckung hohle Stellen. Diese entstanden durch eine zu geringe Haftung zwischen Kalk-Trass-Mörtel und Basaltsteinen, so dass diese losen Stellen entfernt werden mussten. Danach wurde zunächst eine ›Haftbrücke‹ zwischen Verlegemörtel und Basalt aufgebracht, um eine ›kraftschlüssige‹ Verbindung  zwischen beiden herzustellen (LinkInt TNH-flex von tubag).

 

›Tomburg-Abend‹ – der ›Freundeskreis Tomburg e.V.‹ stellte sich vor

Durchführung der Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der LinkExt Raiffeisenbank Voreifel eG.

Der ›Freundeskreis-Tomburg e.V.‹ hatte am 21. Juni 2018 zu seinem ersten ›Tomburg-Abend‹ eingeladen. Der Vorsitzende, Andreas Herrmann, stellte den als gemeinnützige anerkannten Verein vor. In einem zweiten Teil wurden die Ergebnisse der Sanierung 2017/2018 dargestellt und erläutert. Abschließend wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die ehrenamtliche Mithilfe bei Erforschung, Pflege und Instandhaltung unterstützen kann. Zukünftige denkmalpflegerische Massnahmen und Folgeprojekte rund um Burg und Berg bildeten den Abschluss. Als Leihgabe des Stadtarchivs wurden einige Artefakte aus dem Burgbrunnen gezeigt, die 1883 bei seiner ersten Räumung geborgen wurden.

Wer nicht dabei sein konnte, kann hier die Stichworte der Präsentation nachlesen:
LinkInt Tomburg-Abend – Foliensatz zum Vortrag
oder auch die ausführliche Textfassung:
LinkInt »Initiative für Burg und Berg: der Freundeskreis Tomburg stellt sich vor«

(Fotos: Tabea Herrmann, Richard Feldmann, Andreas Herrmann)

Einbruchdiebstahl in Werkzeugcontainer

Die Gefährdung von archäologischen Ausgrabungen oder auch Sanierungsmassnahmen an Denkmälern insbesondere im Außenbereich ist nicht neu und eigentlich nicht ungewöhlich. An der Tomburg jedoch zeigt sich in diesem Jahr eine deutliche Steigerung. Nach eher kleineren Sabotageakten im letzten Jahr (Schläuche angeritzt und durchschnitten, kleine Steine im Schornstein des Kompressors), kam es im April zu einer personengefährdenden Sabotage mit einem Nagelbrett ( LinkInt Sabotage an der Tomburg ).

In der vergangenen Nacht jedoch wurde der Materialcontainer der Firma SHB aufgebrochen und Gerät entwendet. Ein Bericht von Axel Vogel im General-Anzeiger Bonn:
– online: LinkExt Einbruch in Werkzeugcontainer – Einbrecher verursachen hohen Sachschaden auf Tomburg-Baustelle und
– in der Druck-Ausgabe v. 14.06.2018 »Einbrecher stehlen Maschinen und Werkzeug – Tomburg-Sanierer in Rheinbach werden erneut Opfer von Diebstahl. Unbekannte gehen professionell vor.«
Die Polizei Bonn ermittelt: Hinweise zur Aufklärung können unter der Telefonnummer 0228/150 gegeben werden.

Und in der Bonner-Rundschau: LinkExt Werkzeug gestohlen – Einbruch auf der Baustelle an der Tomburg

Bautagebuch: ein Rundgang beeindruckt mit erstklassig sanierten Mauern

Ein Rundgang zwischen den sanierten Mauern ist schon beeindruckend – vor allem, wenn man sich an den alten Zustand erinnert. Heute sehen wir eine handwerklich erstklassige Arbeit – die Bilder sprechen für sich. Damit nähert sich die ›Sanierung 2017/2018‹ ihrem Ende. Zum Abschluss werden die Mauern von oben noch eine Abdeckung erhalten.

Wie Sie der Presse bereits entnehmen konnten, wird die Aufmauerung der Fundamente leider nicht mehr in diesem Projekt erfolgen können. Der ›Freundeskreis Tomburg‹ ist jedoch aktuell mit der Stadt Rheinbach und anderen Beteiligten im Gespräch, um die Möglichkeiten einer Fortführung dieser Arbeiten ehrenamtlich und mit Hilfe von Sponsoren zu organisieren. Für dieses Vorhaben sind wir für jede Unterstützung dankbar! Als Sofortmassnahme bemühen wir uns um eine gesicherte Aufbewahrung der vorbereiteten Bruchsteine; sie werden noch für die Aufmauerung benötigt.

(Fotos: Andreas Herrmann)

Bautagebuch: Fugen werden geschlossen

In dieser Woche können Besucher der Burg das Verfugen der Mauern beobachten. Nach einer LinkInt Reinigung neuer und alter Fugen mit Strahlmittel, werden sie nun in einem Verfahren der ›Spritzverfugung‹ geschlossen. Hierzu wird Trass-Kalk-Fugenmörtel mit hohem Druck in die Fugen gespritzt, so dass diese Fugenmasse zwischen den Steinen bis auf den Grund der Zwischenräume vordringen kann. In einem letzten Schritt wird überschüssiges Material von den Steinen ›gestrahlt‹, so dass die Fugen zwischen den Bruchsteinen deutlich sichtbar hervor treten. Die Fugenmasse schließt bündig mit den Steinkanten ab, Niederschläge können ungehindert abfließen.

 

(Fotos und Video: Andreas Herrmann)

Sanierung wird fortgesetzt, aber mit Einschränkungen

Mit der Entscheidung des ›Feuerwehr-, Bau- und Vergabeausschusses‹, auf eine Aufmauerung von Fundamenten der Wirtschaftsgebäude zu verzichten, begegnet die Stadt Rheinbach den gestiegenen Kosten der Sanierungsmassnahme. Der General-Anzeiger Bonn berichtet:
– in der online-Ausgabe LinkExt »Restaurierung der Burgruine – Die Mauern der Tomburg werden nicht freigelegt«
– mit einem Kommentar von Mario Quadt: LinkExt »Schritt ist leider verständlich«
– und in der Druckausgabe v. 11.04.2018 »Tomburg-Sanierung wird teurer – Stadt Rheinbach verzichtet auf Teile des Projektes. Politiker votieren gegen Aufmauerung.«

Für die Tomburg ist viel erreicht worden! Dies darf trotz des nun beschlossenen Verzichts auf einen wichtigen Teil des Sanierungskonzeptes nicht vergessen werden.
Die Stadt Rheinbach musste auf die gestiegenen Kosten reagieren und hat mit dem Beschluss eine Kostenbremse eingezogen, die aus der Sicht des Kämmerers nachvollziehbar zwingend notwendig wurde. Da aber die genauen Kosten offenbar »derzeit nicht zu beziffern« sind und die Frage einer Nachschubförderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz noch nicht abschließend geklärt ist, eröffnen sich vielleicht nach einem ›Kassensturz‹ doch noch Handlungsspielräume .

Erst wenn alle finanziellen und baulichen Rahmenbedingungen geklärt sind, kann die Frage beantwortet werden, wie hoch der Fehlbetrag ist, der für die ›Sichtbarmachung‹  zusätzlich aufgebracht werden müsste. Von seiner Höhe hängt auch ab, inwieweit der noch junge Freundeskreis Tomburg e.V. hierbei unterstützen kann.

Denn eines ist klar: solange die Fachfirma vor Ort und die Baustelle (noch) eingerichtet ist, entfallen die Kostenanteile hierfür. Es wäre bitter für die Tomburg, wenn schlußendlich die mehrere Tausend mit Projektgeldern frei gestemmten Bausteine nicht verbaut werden. Diese müssten dann als wertvolles Baumaterial für zukünftige Folgemassnahmen in jedem Fall zwischen gelagert werden, damit sie nicht verloren gehen.