Einladung zum ›Tomburg-Abend‹ am 21. Juni 2018

Durchführung der Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der LinkExt Raiffeisenbank Voreifel eG.

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie sind herzlich zu unserem ersten ›Tomburg-Abend‹ eingeladen: eine Informationsveranstaltung des ›Freundeskreis-Tomburg e.V.‹

Unsere Initiative stellt sich vor: im Laufe des Abends haben Sie die Gelegenheit, mehr über die Arbeit des Freundeskreises mit ihren Zielen und Initiativen zu erfahren. Über die Ergebnisse der Sanierung 2017/2018 wird ebenso berichtet, wie auch zukünftige denkmalpflegerische Massnahmen vorgestellt.
Wie kann es weiter gehen? Welche Ziele werden verfolgt?
Welche Möglichkeiten hat die ehrenamtliche Mithilfe bei Erforschung, Pflege und Instandhaltung?

Als Leihgabe des Stadtarchivs zeigen wir einige Artefakte aus dem Burgbrunnen, die 1883 bei seiner ersten Räumung geborgen wurden.

Der Abend bietet eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen und für die Diskussion möglicher Folgeprojekte rund um Burg und Berg – für Getränke ist gesorgt am:

Donnerstag, d. 21. Juni 2018 um 19 Uhr
in der Raiffeisenbank Voreifel eG
Hauptstraße 36-46 in 53359 Rheinbach

Ich freue mich auf Ihren Besuch,

Andreas Herrmann
(Vorsitzender)

Einbruchdiebstahl in Werkzeugcontainer

Die Gefährdung von archäologischen Ausgrabungen oder auch Sanierungsmassnahmen an Denkmälern insbesondere im Außenbereich ist nicht neu und eigentlich nicht ungewöhlich. An der Tomburg jedoch zeigt sich in diesem Jahr eine deutliche Steigerung. Nach eher kleineren Sabotageakten im letzten Jahr (Schläuche angeritzt und durchschnitten, kleine Steine im Schornstein des Kompressors), kam es im April zu einer personengefährdenden Sabotage mit einem Nagelbrett ( LinkInt Sabotage an der Tomburg ).

In der vergangenen Nacht jedoch wurde der Materialcontainer der Firma SHB aufgebrochen und Gerät entwendet. Ein Bericht von Axel Vogel im General-Anzeiger Bonn:
– online: LinkExt Einbruch in Werkzeugcontainer – Einbrecher verursachen hohen Sachschaden auf Tomburg-Baustelle und
– in der Druck-Ausgabe v. 14.06.2018 »Einbrecher stehlen Maschinen und Werkzeug – Tomburg-Sanierer in Rheinbach werden erneut Opfer von Diebstahl. Unbekannte gehen professionell vor.«
Die Polizei Bonn ermittelt: Hinweise zur Aufklärung können unter der Telefonnummer 0228/150 gegeben werden.

Bautagebuch: ein Rundgang beeindruckt mit erstklassig sanierten Mauern

Ein Rundgang zwischen den sanierten Mauern ist schon beeindruckend – vor allem, wenn man sich an den alten Zustand erinnert. Heute sehen wir eine handwerklich erstklassige Arbeit – die Bilder sprechen für sich. Damit nähert sich die ›Sanierung 2017/2018‹ ihrem Ende. Zum Abschluss werden die Mauern von oben noch eine Abdeckung erhalten.

Wie Sie der Presse bereits entnehmen konnten, wird die Aufmauerung der Fundamente leider nicht mehr in diesem Projekt erfolgen können. Der ›Freundeskreis Tomburg‹ ist jedoch aktuell mit der Stadt Rheinbach und anderen Beteiligten im Gespräch, um die Möglichkeiten einer Fortführung dieser Arbeiten ehrenamtlich und mit Hilfe von Sponsoren zu organisieren. Für dieses Vorhaben sind wir für jede Unterstützung dankbar! Als Sofortmassnahme bemühen wir uns um eine gesicherte Aufbewahrung der vorbereiteten Bruchsteine; sie werden noch für die Aufmauerung benötigt.

(Fotos: Andreas Herrmann)

Bautagebuch: Fugen werden geschlossen

In dieser Woche können Besucher der Burg das Verfugen der Mauern beobachten. Nach einer LinkInt Reinigung neuer und alter Fugen mit Strahlmittel, werden sie nun in einem Verfahren der ›Spritzverfugung‹ geschlossen. Hierzu wird Trass-Kalk-Fugenmörtel mit hohem Druck in die Fugen gespritzt, so dass diese Fugenmasse zwischen den Steinen bis auf den Grund der Zwischenräume vordringen kann. In einem letzten Schritt wird überschüssiges Material von den Steinen ›gestrahlt‹, so dass die Fugen zwischen den Bruchsteinen deutlich sichtbar hervor treten. Die Fugenmasse schließt bündig mit den Steinkanten ab, Niederschläge können ungehindert abfließen.

 

(Fotos und Video: Andreas Herrmann)

Sanierung wird fortgesetzt, aber mit Einschränkungen

Mit der Entscheidung des ›Feuerwehr-, Bau- und Vergabeausschusses‹, auf eine Aufmauerung von Fundamenten der Wirtschaftsgebäude zu verzichten, begegnet die Stadt Rheinbach den gestiegenen Kosten der Sanierungsmassnahme. Der General-Anzeiger Bonn berichtet:
– in der online-Ausgabe LinkExt »Restaurierung der Burgruine – Die Mauern der Tomburg werden nicht freigelegt«
– mit einem Kommentar von Mario Quadt: LinkExt »Schritt ist leider verständlich«
– und in der Druckausgabe v. 11.04.2018 »Tomburg-Sanierung wird teurer – Stadt Rheinbach verzichtet auf Teile des Projektes. Politiker votieren gegen Aufmauerung.«

Für die Tomburg ist viel erreicht worden! Dies darf trotz des nun beschlossenen Verzichts auf einen wichtigen Teil des Sanierungskonzeptes nicht vergessen werden.
Die Stadt Rheinbach musste auf die gestiegenen Kosten reagieren und hat mit dem Beschluss eine Kostenbremse eingezogen, die aus der Sicht des Kämmerers nachvollziehbar zwingend notwendig wurde. Da aber die genauen Kosten offenbar »derzeit nicht zu beziffern« sind und die Frage einer Nachschubförderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz noch nicht abschließend geklärt ist, eröffnen sich vielleicht nach einem ›Kassensturz‹ doch noch Handlungsspielräume .

Erst wenn alle finanziellen und baulichen Rahmenbedingungen geklärt sind, kann die Frage beantwortet werden, wie hoch der Fehlbetrag ist, der für die ›Sichtbarmachung‹  zusätzlich aufgebracht werden müsste. Von seiner Höhe hängt auch ab, inwieweit der noch junge Freundeskreis Tomburg e.V. hierbei unterstützen kann.

Denn eines ist klar: solange die Fachfirma vor Ort und die Baustelle (noch) eingerichtet ist, entfallen die Kostenanteile hierfür. Es wäre bitter für die Tomburg, wenn schlußendlich die mehrere Tausend mit Projektgeldern frei gestemmten Bausteine nicht verbaut werden. Diese müssten dann als wertvolles Baumaterial für zukünftige Folgemassnahmen in jedem Fall zwischen gelagert werden, damit sie nicht verloren gehen.

Abschluss der Sanierung ist gefährdet

Es ist der Tomburg zu wünschen, dass die einmal begonnenen Arbeiten nun auch zu Ende gebracht werden. Herr Axer beschreibt in einem Artikel von Axel Vogel Ursachen und Entwicklung der Kostensteigerung:
– in der online-Ausgabe mit Bildstrecke  LinkExt »Maßnahme an Denkmal – Sicherung der Tomburg in Rheinbach wird deutlich teurer« und
– in der Druckausgabe v. 10.04.2018 »Sicherung der Tomburg wird teurer – Aufmauern oder Sparversion? Ausschuss muss über weitere Arbeiten entscheiden.«

Im Sinne der substanzerhaltenden Denkmalpflege ist nur eine vollständige Umsetzung der geplanten Sanierung sinnvoll vorstellbar. Ein Gang über die Baustelle zeigt das Offensichtliche: an mehreren Stellen wurde begonnen, aber nicht alles ist abgeschlossen; aufwändig gestemmte Steine für die Aufmauerung liegen bereit, könnten aber womöglich nicht verarbeitet werden. Gerade die Themen „Sichern“ und „Sichtbar machen“ sind konzeptionell miteinander verklammert: „Sichtbar machen“ heißt „Sichern“. Ein Beispiel: die Aufmauerung z.B. von Fundamenten der Nebengebäude rund um den Ofen schützt die historische Bausubstanz im Boden, und weil sie für Besucher erkennbar wird, wird sie nicht weiter unbemerkt zertreten.

Gleiches gilt für einen wenige Meter langen Abschnitt der Äußeren Umfassungsmauer, die in ihrer Breite von 1,8 m nur an dieser einen Stelle direkt im Anschluss an die Spritzbetonwand im Befund nachgewiesen wurde. Auch hier gilt: „Sichtbarmachen“ heißt „Sichern“. Eine niedrige Aufmauerung schützt die sichtbaren Kanten vor weiterer Zerstörung und ermöglicht erst eine nachhaltige Pflege auch durch Ehrenamtliche. Der Freundeskreis Tomburg e.V. hat hierzu seine Unterstützung bei der laufenden Massnahme und danach angeboten.

Sabotage an der Tomburg

Manche Aktivitäten können noch als ›Dummer-Junge-Streich‹ verbucht werden. Aber die Grenze zur Gefährdung anderer und Sachbeschädigung ist hier sicher überschritten: ein Bericht von Axel Vogel im General-Anzeiger Bonn über die andauernde Sabotage der Sicherungsarbeiten:
– in der online-Ausgabe mit Bildstrecke  LinkExt »Gefährliche Sabotage auf der Baustelle: Unbekannte stellen an Tomburg Nagelfalle für die Arbeiter« und
– in der Druckausgabe v. 05.04.2018 »Unbekannte legen Nagelfalle aus – Auf der Tomburgruine häufen sich die Fälle von Vandalismus und Sabotage.«

Presseecho:
Express Bonn: Marion Steeger: LinkExt »Bonner Polizei ermittelt – Arbeiter tritt in tückische Nagelfalle«,
übernommen von FOCUS online – lokal: LinkExt »Bonner Polizei ermittelt – Arbeiter tritt in tückische Nagelfalle«

Bautagebuch: Alte Mauern frisch gereinigt

Das Mauerwerk ist für die Spritzverfugung vorbereitet. Die Art der verwendeten Steine (mit wenigen Ausnahmen Basalt) ist jetzt besonders gut zu erkennen. (Foto: Andreas Herrmann).

Wenn Sie über die Osterfeiertage die Tomburg besuchen, können Sie blitzblanke Mauerfugen betrachten. Die Fugen sämtlicher Mauern zwischen Bergfried und Stützmauer wurden gründlich gereinigt. Der graue Fugenmörtel wurde komplett entfernt und in diesem Arbeitsgang auch loses Material ausgeräumt. Das technische Verfahren kennen Sie von Hochdruckreinigern in Haushalt und Garten. Allerdings wird hier kein Wasser verspritzt, sondern mit fein gemahlener Hochofenschlacke ›gestrahlt‹. Nur mit den harten, wenige Millimeter großen Schlackekörnchen können auch die Mörtelreste entfernt werden, die an den seitlichen Flanken der Fugen recht lose anhaften. Der neue Fugenmörtel hat damit optimale Bedingungen, sich mit den Bruchsteinen für langen Halt stabil zu verbinden. Die Oberseiten der Mauern wurden bereits mit einer dünnen Mörtelschicht bestrichen, die offene Fugen verschließt. Sie bildet die Grundlage für eine geplante Mauerabdeckung; auf ihrer leicht geneigten Oberfläche läuft der Regen schnell ab.

Auffällig sind auch einige Haufen gebrochener Steine, die für das Verschließen einzelner Fehlstellen im Bestandsmauerwerk und für eine Aufmauerung der Fundamente im Bereich der Wirtschaftsgebäude verwendet werden können.

(Fotos: Andreas Herrmann)

Tätige Mithilfe – 16.-18. März 2018 + Absage +

Vielen Dank an alle, die sich bereits für unsere Aktion angemeldet haben. Leider hat das Wetter uns nun doch einen Strich durch die Rechnung gemacht: Freitag: Regen, am Samstag sogar Schnee bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und das ganze bei einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von 80-90%.
Kurzum: ich muss die Veranstaltung leider absagen und informiere Sie erneut, wenn eine neue Aktion möglich wird.