Zäune, Schilder und neue Projekte

(Foto: mit freundlicher Genehmigung von Axel Vogel)

In einem längeren Artikel berichtet Axel Vogel im General-Anzeiger über Sicherungsmaßnahmen der Stadt Rheinbach (mit einem Kurzinterview zur Entwicklung des Freundeskreises und geplanten Projekten).

LinkExt »Denkmalpflege – Zäune und Schilder zur Absicherung der Tomburg«
mit Bildstrecke; zu den Bauzäunen siehe auch: LinkInt Vorsicht! Absturzgefahr!
Kurzinterview:
LinkExt »Freundeskreis Tomburg – Künftige Projekte des Rheinbacher Wahrzeichens«.

In der Druckausgabe v. 27./28.10.2018:

  • » Zäune und Schilder zur Absicherung – Denkmalpflege – Nach der neunmonatigen Sanierung der Tomburg schützen Bauzäune Besucher davor, sich beim Klettern in Gefahr zu bringen.«
  • Kurzinterview: »›Das fehlende Aufmauern ist schade‹  – Förderverein – Andreas Herrmann, der Vorsitzende des Freundeskreises Tomburg, über künftige Projekte«

Tomburg 2018: 150 Jahre im Eigentum der Stadt Rheinbach

Die Tomburg feiert einen Jahrestag der besonderen Art: seit 150 Jahren ist sie Eigentum der Stadt Rheinbach. Der Übergang des Eigentums erfolgte nach rd. vier Monaten im Januar 1868.

»Von ihm [Julius Peter Bemberg] wurd[e] 1867 die früher ja stets zu Flamersheim gehörige Tomburg wieder angekauft aber am 8. Januar 1868 der 1/2 Stunde entfernt liegenden Stadt Rheinbach geschenkt.« schreibt Paul Eberhard v. Bemberg-Flamersheim 1892 in seiner handschriftlich verfassten Chronik. Julius Peter Bemberg war sein Vater, der am 23.09.1884 in den preußischen Adelsstand erhoben wurde. Seitdem führt die Familie den Namen ›von Bemberg-Flamersheim‹. Dessen Mutter bzw. die Großmutter von Paul Eberhard, die früh verwitwete Lina Bemberg, hatte bereits 1861 Flamersheim und Ringsheim ohne die Tomburg erworben.

Im Jahr zuvor hatte Julius Peter Bemberg in einem Brief v. 17. Oktober 1867 an »Herrn Bürgermeister Ness, Hochwohlgebohrener zu Rheinbach« die Tomburg als Schenkung angeboten, nachdem er selber sie erst im Mai 1867 dem Grafen von der Schulenburg abgekauft hatte. Sein Interesse sei, »dieses Denkmal alter Zeiten dem Kreise Rheinbach und der ganzen Gegend zu erhalten.« Er räumte ein, dass es eigentlich seine Aufgabe sei, für den Erhalt des Denkmales zu sorgen, aber obwohl es »in meiner Hand liegt, diesen Plan auszuführen«, möchte er »diese Sache in bessere oder richtiger die besten Hände legen«.
Allerdings stellte er vier Bedingungen:

Julius Peter von Bemberg-Flamersheim, in der Uniform des Preußischen Herrenhauses, in das er für die Jahre 1891–1903 persönlich berufen wurde. Ab 1855 war es die Erste Kammer des Preußischen Landtags nach der Verfassungsurkunde für den preußischen Staat vom 31. Januar 1850 (Quelle: LinkExt www.bemberg.net, mit freundlicher Genehmigung von Johannes Bemberg)

  • Burg und Berg müssen zusammen gehalten werden: »Die Stadt Rheinbach darf die Ruine Tomburg nebst dem umliegenden Areal nicht weiter verkaufen oder verschenken und sorgt dafür, daß das Areal, wie es jetzt zugehörig ist, auch später zugehörig bleibt.«
  • Verpflichtung zu Instandhaltung: »Sollten sich an der Ruine selbst Schäden zeigen, die einen völligen Einsturz befürchten laßen, so ist dies durch eine Ausbesserung möglichst zu lindern.«
  • Eine Zuwegung und ihre Instandhaltung: »Die neue Besitzerin läßt im Laufe des Jahres 1868 einen möglichst bequemen Fußweg machen vom Fuße  des Berghanges bis zur Ruine und verpflichtet sich, denselben auf ferner in gutem Zustand zu erhalten.«
  • Bänke für die Besucher: »Auf der Fläche des Tombergs sind (…) zwei einfache solide Bänke anzubringen und auch eine feste Umzäunung als Schutz gegen die schroff anstoßenden Steinbrüche aufzustellen. Beides ist auch ferner zu erhalten.«

Schon eine Woche später verhandelt der Stadtrat am 24. Oktober 1867 unter dem Vorsitz von Bürgermeister Ness das Angebot und fasste folgenden Beschluß: »Die Stadtvertretung acceptirte mit bestem Danke und vollster Anerkennung der uneigennützigen Bestrebungen des Herrn Bemberg das angebotene Geschenk unter den (…) angegebenen Bedingungen und ermächtigte den Vorsitzenden [Bürgermeister Ness] mit Herrn Bemberg Vertrag abzuschließen.«
(Quelle: Protokollbuch des Gemeinderates der Stadt Rheinbach v. 24.10.1867, S. 20f. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Bestand Regierung Cöln Nr. 659 Gemeinderatsprotokoll der Stadt Rheinbach v. 24.10.1867 mit einer Abschrift des Angebotsschreibens v. 17.10.1867.)

Zuvor jedoch musste auf dem ‹Dienstweg‹ die Annahme der Schenkung durch die königliche Regierung in Köln genehmigt werden. Also beantragte Bürgermeister Ness schon zwei Tage später bei Landrat Wolff in Rheinbach die erforderliche Genehmigung. Nachdem dieser den Antrag am 29. Oktober 1867 an die kgl. Regierung weiter geleitet hatte, genehmigte diese wiederum in einer Verfügung vom 09. November 1867 die Annahme der Schenkung. Wie Paul Eberhard v. Bemberg-Flamersheim in seiner Chronik berichtet, wurde der Schenkungsvertrag im Januar 1868 abgeschlossen, als Datum nennt er den  8. Januar 1868. Das Original des Vertrages gilt als verschollen; eine Abschrift scheint nicht zu existieren.

Vorsicht! Absturzgefahr!

Um die Besucher des Tomburg-Plateaus auf die Absturzgefahr aufmerksam zu machen, hat die Stadt Rheinbach zwei große Warnschilder aufgestellt und damit auch das Betreten des abgesperrten Bereichs verboten. Mobile Bauzäune dienen als Abgrenzung. Sie umfassen den Bereich der Sanierungsmassnahme 2017/2018 und sollen verhindern, dass auf die Oberseite der Mauerzüge geklettert und entlang gelaufen wird. Die Fundamente des Ofens mit den anderen Wirtschaftgebäuden sind leider weiterhin begehbar.

Das umlaufende Plateaugeländer ist an einigen Stellen so marode, dass Handläufe verfault und weggebrochen sind (Foto: Richard Feldmann).

Dies soll allerdings nicht so bleiben. Es ist immer noch beabsichtigt, das umlaufende Plateaugeländer zu erneuern und im Vorfeld der Maßnahme soll der konkrete Verlauf des Geländers auch die archäologischen Befunde schützen. Im Übrigen besteht die Absturzgefahr nicht nur im Sanierungsbereich, sondern an mehreren Stellen entlang der umlaufenden Hangkante. ! Bitte achten Sie auf Ihre Kinder !

(Fotos: Andreas Herrmann)

Tätige Mithilfe – 10.11.2018: Rückschnitt von Pflanzen

Die frisch sanierten Mauern werden schon wieder von Pflanzen bedrängt und in Teilen verdeckt (Foto: Richard Feldmann).

Der Freundeskreis Tomburg plant eine neue Aktion im Rahmen der ›Tätigen Mithilfe‹. Wir wollen im Sanierungsbereich die über den Sommer hoch gewachsenen Pflanzen weitestgehend zurück schneiden. Der Schnitt kann im Hang abgelegt werden.

Benötigt wird lediglich übliches stabiles Gartengerät: Hacke, Astschere oder -säge, idealweise sogar einen Freischneider mit Nylonfaden.  Proviant bringe jeder nach eigenem Bedarf mit. Die Details werden vor Ort erklärt.

Am
Samstag, d.  10. November 2018, ab 10 Uhr
können Sie in einem für Sie passenden Zeitfenster dazu kommen.

Wenn Sie sich an der Aktion beteiligen möchte, bitte ich um eine kurze Nachricht, zu welchen Zeiten Sie dabei sein können: EMail info{at}tomburg-forschung{Punkt}de

Die Tomburg zu Gast bei der Kolpingsfamilie – ein Vortrag zu Geschichte und Zukunft

Auf Einladung der LinkExt ›Kolpingsfamilie Rheinbach 1866‹ informierte der Vorsitzende des ›Freundeskreis Tomburg e.V.‹ am 20. September 2018 in einem zweiteiligen Vortrag zu Geschichte und Zukunft der Tomburg. Das Pfarrzentrum St. Martin in Rheinbach erwies sich als idealer Ort, um in einem Seminarraum einen Überblick zu vermitteln, welche historischen Akteure die Geschicke von Burg und Berg maßgeblich beeinflusst haben. Es wurde ein Bogen gespannt von den ersten Hinweisen auf die Nutzung des Tombergs bis zur Zerstörung der Burg im Jahr 1473. Die folgenden Jahrhunderte bedeuteten für die Burg einen fortschreitenden Verlust an Bausubstanz bis hin zum heutigen Erscheinungsbild einer Ruine. Im zweiten Teil des Vortrages wurden die bisher durchgeführten Maßnahmen zur Sicherung und Sanierung der Tomburg vorgestellt. Aktuelle Entwicklungen vor Ort und ein Blick in die Zukunft zeigten Möglichkeiten auf, welche Maßnahmen und Projekte umgesetzt werden können. In eigener Sache wurde abschließend wurd die Initiative des gemeinnützigen „Freundeskreis Tomburg e.V.“ vorgestellt.

Die gezeigten Folien zum Nachlesen LinkInt »Tomburg – Geschichte und Zukunft«

 LinkExt »Kolpingsfamilie Rheinbach – Geschichte der Tomburg«
(Ankündigung in Blick aktuell v. 13.09.2018)

Tätige Mithilfe – ein Praxistest: Rückschnitt von Pflanzen und Einlagern der Bausteine

Ein Satzungsziel des ›Freundeskreis Tomburg e.V.‹ ist die kontinuierliche Pflege im Sinne der praktizierten Denkmalpflege auf der Tomburg. Dazu gehört auch ein regelmäßiger Rückschnitt, wenn die gerade restaurierten Mauerzüge nicht von dem Aufwuchs verschiedener Pflanzen erneut überwuchert werden sollen. Diese Arbeiten können von Mitgliedern und Unterstützern des Vereines im Rahmen der ›Tätigen Mithilfe‹ durchgeführt werden. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Vorstand des Freundeskreises, damit die Arbeiten in Rücksprache mit der Stadt Rheinbach vom Verein koordiniert werden können.

Um den Schweregrad der Arbeit, den zeitlichen Aufwand und den Bedarf an Werkzeugen und Maschinen abzuschätzen, haben zwei Mitglieder des Vorstandes eine Testfläche bearbeitet: rund um den Ofen zwischen Bergfried und quadratischem Turmgrundriss. Auch die Umlagerung der Bausteine in bereit stehende Drahtkörbe wurde getestet. Der Zeitaufwand betrug rd. 2,5 Stunden (mit Hecken- und Astschere), wobei der Zeitaufwand durch einen motorgetriebenen Freischneider mit trimmbarem Nylonfaden drastisch reduziert werden kann.

Vorher: Zwischen dem Ofenrand auf der Bergfriedseite und einer Brandschutzmauer steckt immer noch ein gewaltiger Wurzelstock eines Nussstrauches. Während der Sanierung 2017/2018 wurde er nicht entfernt, da die Aufmauerung der Wirtschaftsgebäude aus Kostengründen nicht mehr begonnen wurde. Die teilweise fingerdicken Triebe waren schon bis zu drei Meter lang. Die Grassoden lagen relative lose auf und einige Efeutriebe hatten sich auch schon wieder auf den Weg gemacht (Foto: Andreas Herrmann).

Nachher: die Fläche der Wirtschaftsgebäude ist weitestgehend von Bewuchs befreit. Genau in der Mitte des Bildes ist der Wurzelstock des Nussstrauches nun frei geschnitten erkennbar. Sein Umfang von ca. 40 x 60 cm macht das Entfernen problematisch für die Bausubstanz im Boden. Wahrscheinlich bleibt es eine Daueraufgabe, jeden Austrieb immer wieder zurück zu schneiden. Der Grünschnitt wurde an den Hangflächen abgelegt (Foto: Andreas Herrmann).

Die Aufbewahrung der im Rahmen der Sanierung 2017/2018 hergestellten Bausteine erfolgt in Drahtkörben, die uns aus dem Bestand der ehemaligen Keramikfabrik Marei  freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. Vorerst drei von ihnen wurden mit einem Trecker und Hänger zunächst auf die Tomburglichtung transportiert auf das Burgplateau getragen. Vielen Dank an Hans Gerd Paffenholz und Familien, Richard Feldmann, Michael Rohloff, Werner Gerhards und Christian Faßbender.

Die Basaltsteine werden mit zunehmender Größe schnell sehr (!) schwer. Der auf dem Foto im Korb oben auf liegende Brocken ist bereits nur mit zwei Personen anzuheben; bei zunehmender Größe sind rasch 3-4 Personen nötig.

(Fotos: Andreas Herrmann)

Bautagebuch: Absturzsicherung an Spritzbetonwand

Schon bei der Abnahme der Sanierungsarbeiten 2017/2018 wurde die Absturzgefahr an einer Stelle als sehr hoch bewertet. Denn die auffällige Spritzbetonwand zur Hangsicherung weckt die Neugier der Besucher, sich dieser Kante zu nähern, hinter der das Gelände ca. 40 m zum Steinbruch hin sehr steil abfällt.

Im Sinne einer schnellen ›Gefahrenabwehr‹ hat die Stadt Rheinbach daher ein Geländer beauftragt. Dabei ist die Bauausführung besonders hochwertig: die Pfosten sind aus Eiche und stehen in feuerverzinkten Pfostenschuhen auf der Stützmauer; gegen ein hangseitiges Abknicken sind sie durch Winkel an der Außenseite gestützt. Die Handläufe bestehen aus Douglasie und sind doppelt ausgeführt: ein zusätzliches Querholz befindet sich in kindgerechter Höhe.

Insgesamt entsteht der Eindruck eines ›Balkons‹. Um allerdings den Ausblick hinüber zum Siebengebirge genießen zu können, müssten die Sichtachsen in Abstimmung mit dem Forstamt frei geschnitten werden. Voraussetzung hierfür sollte aber auch ein Wegekonzept sein, das aufzeigt, wie die Besucher durch weitere Geländer entlang einer entsprechenden Wegeführung diese Stelle sicher erreichen können.

Das Geländer kurz nach der Fertigstellung (Foto: Andreas Herrmann).

Das Thema der Plateauumzäunung ist übrigens keine denkmalpflegerische Maßnahme, sondern wird auch im Hinblick auf die Haushaltsmittel einer Gefahrenabwehr im Sinne der ›Vekehrssicherung‹ zugeordnet. Zur Zeit wird geprüft, inwieweit die hier praktizierte Bauausführung als Vorbild für die gesamten Ränder des Burgplateaus übernommen werden kann.

(Fotos: Andreas Herrmann)

Grafschafter Krautfabrik – Glückwunsch zum 125-jährigen Firmenjubiläum

Die LinkExt ›Grafschafter Krautfabrik‹ in Meckenheim führt die LinkInt Tomburg im Markenzeichen, und ihr Geschäftsführer Herr Stefan Franceschini unterstützt die Initiative als Gründungsmitglied und Förderer des LinkInt ›Freundeskreis Tomburg e.V.‹
Im Namen des Vorstandes gratulieren wir ihm und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu dem großen Fest und wünschen für die Zukunft viel Erfolg mit dem leckersten Brotaufstrich aus der Region.

Presseecho:
– General-Anzeiger Bonn: LinkExt Heimat auf dem Butterbrot – Grafschafter Krautfabrik in Meckenheim wird 125 Jahre alt
– Bonner Rundschau: LinkExt 125-jähriges Jubiläum Grafschafter Krautfabrik feiert mit 300 Gästen in Meckenheim
– Blick aktuell: LinkExt Hersteller des Grafschafter Goldsafts feiert Jubiläum – 125 Jahre Grafschafter Krautfabrik

Bautagebuch: die Mauerkronen bilden den Abschluss

Dies ist der vorerst letzte Eintrag in das Bautagebuch, denn mit der Bauabnahme am 5. Juli wurde die Sanierung 2017/2018 abgeschlossen und die Tomburg-Baustelle geräumt.

Presseecho: Axel Vogel im General-Anzeiger Bonn:
– online: LinkExt  »Denkmalschutz – Arbeiten an der Tomburg in Rheinbach sind beendet.«
– in der Druckausgabe v. 03.07.2018 »Arbeiten an der Tomburg sind beendet. In dieser Woche räumt die Sanierungsfirma die Baustelle in Rheinbach. Stiftung gibt 30 000 Euro zusätzlich.«

Das Bautagebuch hat Sie aus allgemein verständlicher technischer Sicht über durchgeführte Arbeiten und ihre Ergebnisse informiert und sobald weitere Massnahmen starten, werde ich die Berichte auch weiter führen. Wenn Sie die Seiten im Bautagebuch nachlesen möchten, hierzu noch ein Tipp: in der rechten Spalte finden Sie eine Liste mit ›Kategorien‹. Wenn Sie eine Kategorie anklicken, wirkt diese wie ein Filter, und es werden Ihnen nur die dazu gehörenden Beiträge angezeigt, also z.B. alle Einträge im Bautagebuch.

Die Mauerkronen bilden den Abschluss

Schon während der Planungsphase wurde beschlossen, das sanierte Mauerwerk mit einer harten Abdeckung auf der Oberseite zu verschließen. Diese sollte die darunter liegenden Fugen gegenüber Niederschlägen abdichten und verhindern, dass Pflanzen mit ihren Wurzeln in kleine Spalten eindringen. Um die Stabilität zu erhöhen wurden dem Kalk-Trass-Mörtel Kunststofffasern beigefügt.

Erste Probefläche nicht akzeptabel

Die Bauausführung wurde allerdings nach den ersten Probeflächen nochmal geändert. Zunächst wurde die Idee verfolgt, an den Rändern der Oberseite mit Holzbrettern ein Verschalung zu bauen, in die der Mörtel eingebracht wurde. Das Ergebnis zeigen die folgenden Bilder: eine mehrere Zentimeter dicke Mörtelplatte, die entweder an den Rändern übersteht oder deren Mörtelmasse zwischen Schalbrett und Steinen ausgetreten ist. In jedem Fall erscheint die entstehende Platte als zu massiv und ästhetisch wenig ansprechend, so dass mit der Baufirma und dem Freundeskreis in Absprache mit der Denkmalpflege nach einem anderen Weg gesucht wurde. Die einmal erstellten Probeflächen wurden allerdings aus finanziellen Gründen so belassen.

(Fotos: Andreas Herrmann)

Zweite Probefläche fügt sich harmonisch ein

Die Ergebnisse an einer weiteren Probefläche überzeugten: die Mörtelmasse wurde mit der Kelle in einer Dicke von wenigen Zentimetern aufgetragen. Auch hierbei wurde darauf geachtet, in der Fläche schiefe Ebenen zu formen, damit Niederschläge abfließen können. Die Ränder passen sich dem Verlauf der Steinkanten an, so dass insgesamt ein harmonischer Gesamteindruck entsteht.

(Fotos: Andreas Herrmann

An einigen Stellen löste sich die Abdeckung vom Untergrund. (Foto: Andreas Herrmann)

Noch eine Nachbesserung erforderlich

Leider entwickelten sich vorwiegend in den Randbereichen der Abdeckung hohle Stellen. Diese entstanden durch eine zu geringe Haftung zwischen Kalk-Trass-Mörtel und Basaltsteinen, so dass diese losen Stellen entfernt werden mussten. Danach wurde zunächst eine ›Haftbrücke‹ zwischen Verlegemörtel und Basalt aufgebracht, um eine ›kraftschlüssige‹ Verbindung  zwischen beiden herzustellen (LinkInt TNH-flex von tubag).