Tomburg im Schnee

Die Tomburg im Schnee kommt nicht so häufig vor, was auch der Grund ist, diese neuen Luftbilder hier zu zeigen – vielen Dank an Alexander Bayer.
Besonders gut ist die Hangsituation im Sanierungsbereich zu erkennen und die fehlenden Blätter an Büschen und Bäumen geben den Blick frei auf das Burgplateau.

Das im Vordergrund erkennbare Geländer steht auf der Spritzbetonwand und dient einer ersten Absturzsicherung. Mittlerweile ist der Bereich von der Stadt Rheinbach durch Bauzäune abgesperrt worden; sie dienen als Zwischensicherung bis zu einer Gesamtlösung für das Plateau (Foto mit freundlicher Genehmigung von Alexander Bayer).

Die senkrecht über dem Bergfried stehende Kamera hat einen nahezu freien Blick bis auf die Oberfläche. Gute erkennbar ist der noch vorhandene Zaun im Norden und Westen. Am rechten Bildrand ist der rechteckige kleine Platz mit der Linde. Das Luftbild unterstützt zudem – unter Berücksichtigung der Verzerrungen der Kameraoptik – die Kartierung des Plateaus.  (Foto mit freundlicher Genehmigung von Alexander Bayer).

Plateau sichern – Burgreste erhalten

Mittlerweile wurden drei Arbeitspapiere zur Sicherung und dem Erhalt der Tomburg der Stadt Rheinbach als ›Untere Denkmalbehörde‹ vorgelegt. Die darin enthaltenen Vorschläge und Empfehlungen konkretisieren  konzeptionelle Überlegungen aus meinem Vortrag vom November 2014 im Ausschuß für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur, der hier bereits veröffentlicht wurde: LinkInt »Die Tomburg – Zustand und Substanzverlust«.

Beitrag 1: Das Plateaugeländer

Bestandsaufnahme des umlaufenden Geländers am Rand des Plateaus, notwendige Instansetzung und Empfehlungen zur Verlegung in Teilabschnitten.
LinkInt Zur Erneuerung des umlaufenden Plateaugeländers. Bestandsaufnahme – Kartierung – Mengengerüst

Beitrag 2: Bausubstanz aus dem 15. Jahrhundert

Bestandsaufnahme und Schadensbilder mit Empfehlungen zur Sicherung des sichtbaren Bestandes verbunden mit einer Sichtbarmachung bisher verborgener weiterer Befunde.
LinkInt Sicherung des sichtbaren Bestandes und Sichtbarmachung der Befunde. Bestandsaufnahme und Schadensbilder

Beitrag 3: Baumkartierung

Gräser, Büsche und Bäume im unmittelbaren Bereich des Denkmales gefährden den Bestand. Sie wurden nach Gefährdungspotential kartiert.
LinkExt Bäume im Bereich des Bodendenkmals

Erfahren Sie mehr… LinkInt Erhaltungsmaßnahmen: Vorschläge und Empfehlungen

Die Tomburg im Ausschuß für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur

2014-11-27_ZustandUndSubstanzverlust-Folie1Hier finden Sie eine bebilderte Textfassung des Vortrages:
LinkInt »Tomburg – Zustand und Substanzverlust«.

Am 20. November 2014 wurde im ›Ausschuss für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur‹ auf Einladung der Stadt Rheinbach über den aktuellen Zustand, den kontinuierlichen Substanzverlust, aber auch über Perspektiven für Burg und Berg vorgetragen.

Der General-Anzeiger Bonn berichtet:LinkExt »Zahn der Zeit nagt an der Tomburg«.

Hangrutsch am Ostrand

Der Verlust an historischer Bausubstanz schreitet fort – in der Regel nur sehr langsam. Im Januar 2013 jedoch haben sich wenige Meter unterhalb der nordöstlichen Hangkante des Burgplateaus große Teile einer Stützmauer der Burg gelöst. Mehrere Kubikmeter der Mauer sind  — vermischt mit Felstrümmern — abgegangen. Auf seinem Weg nach unten »umfloß« das Material einen ca. 4 m hohen Felsen und kam erst am Fußpunkt des Steinbruches zum Stillstand. Kulturschutt (Scherben etc.) konnte nicht festgestellt werden.