Tomburg in der EBIDAT

dbv_logoNach drei Jahren hat das Europäische Burgeninstitut der Deutschen Burgenvereinigung die Arbeit an der »Burgendatenbank» abgeschlossen, in der alle Burgen, Burgruinen und Bodendenkmäler in Nordrhein-Westfalen verzeichnt sind. Der General-Anzeiger Bonn berichtet: LinkExt »Burgdatenbank: 2207 Burgen auf einen Klick«.

Die LinkExt Tomburg ist auch dabei.

Hangrutsch am Ostrand

Der Verlust an historischer Bausubstanz schreitet fort – in der Regel nur sehr langsam. Im Januar 2013 jedoch haben sich wenige Meter unterhalb der nordöstlichen Hangkante des Burgplateaus große Teile einer Stützmauer der Burg gelöst. Mehrere Kubikmeter der Mauer sind  — vermischt mit Felstrümmern — abgegangen. Auf seinem Weg nach unten »umfloß« das Material einen ca. 4 m hohen Felsen und kam erst am Fußpunkt des Steinbruches zum Stillstand. Kulturschutt (Scherben etc.) konnte nicht festgestellt werden.

Der Ausgangspunkt des Erdrutsch befindet sich in der linken oberen Ecke des Bildes. ( Andreas Herrmann)

Der Ausgangspunkt des Erdrutsch befindet sich in der linken oberen Ecke des Bildes.
(© Andreas Herrmann)

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Von der hellen Stelle unterhalb der Baumwurzel hat sich das Material gelöst.
(© Andreas Herrmann)

Der Schutt floß um diesen Felsen herum; das abgeschürfte Erdreich rechts und links davon ist noch gut zu erkennen. ( Andreas Herrmann)

Der Schutt floß um diesen Felsen herum; das abgeschürfte Erdreich rechts und links davon ist noch gut zu erkennen.
(© Andreas Herrmann)

Der untere Bereich der Schutthalde. ( Andreas Herrmann)

Der untere Bereich der Schutthalde.
(© Andreas Herrmann)

Mörtelverbund der abgegangenen Bausubstanz. ( Andreas Herrmann)

Mörtelverbund der abgegangenen Bausubstanz.
(© Andreas Herrmann)

Tomburg ziert Sirupbecher

Logo: Grafschafter Goldsaft

(mit freundlicher Genehmigung der Icon: externer Link Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG, Meckenheim)

Seit ca. 15 Jahren findet sich die Tomburg auch auf den Bechern des LinkExt »Grafschafter Goldsaft«

1904 beginnt Josef Schmitz mit der Fabrikation von Zuckerrübensirup (rhein.: »Rübenkraut«). Zunächst erhalten die Kunden den Sirup aus Holzfässern, aus denen er in mitgebrachte Marmeladengläser umgefüllt wird. Seit 1953 wird der Sirup im »Gelben Becher« abgefüllt und kann in dieser Verpackung über weite Entfernungen im Lebensmittelhandel verkauft werden. Zu Beginn nur beschriftet mit »Grafschafter Goldsaft«, wird das Etikett später um ein Logo erweitert.

Logo-Ausschnitt Grafschafter Goldsaft

(mit freundlicher Genehmigung der Icon: externer Link Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG, Meckenheim)

Der »Gelbe Becher« ist bis heute unverändert. Die Tomburg wurde 1996 bei der Überarbeitung des Markenlogos erstmals auf die Verpackungen gebracht. 2010 wurden Schriftzug und Grafik des Etiketts überarbeitet. Die Tomburg ist auch hier fester Bestandteil der Wort-Bild-Marke und symbolisiert die Verbundenheit der Grafschafter Krautfabrik mit der Region.

Digitale Karte

Hoehenkarte240br229hoDie 1968 während der bisher einzigen archäologischen Untersuchung im Maßstab 1:500 aufgenommene Karte liegt als digitale Karte vor. Dies eröffnet neue Möglichkeiten der Dokumentation und Auswertung.

Icon: interner Link Erfahren Sie mehr…

Eine »Madonna mit dem Kinde« auf der Tomburg – Augenzeugin der Zerstörung.

Icon: interner Link Eine Madonna mit dem Kinde von der Tomburg

(Foto: Andreas Herrmann)

(Foto: Andreas Herrmann)

Ein bisher unveröffentlichter Fund konnte aus den Depots des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege gehoben werden: eine mögliche »Augenzeugin« der Zerstörung rund um die Belagerung der Tomburg im Jahre 1473. Dieses Einzelstück stammt aus einer Grabungskampagne, die das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege auf dem Gelände der Tomburg bei Rheinbach durchführte. In dessen Verlauf wurde eine kleine Tonstatuette einer »Madonna mit dem Kinde« geborgen. Dieser bisher unveröffentlichte Fund wird hier vorgestellt und im Hinblick auf Herkunft und Bedeutung untersucht werden.

(In: Mitteilungsblatt der Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach, 9-2010)

Fritz von Wille: Tomburgruine mit Fernblick auf die Ortschaft Wormersdorf und das Siebengebirge. Maler – Gemälde – Restaurierung

Icon: interner Link Textfassung eines Vortrages zur Jahreshauptversammlung der »Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach e.V. «.

(Siehe auch: LinkExt Kölnische Rundschau – online v. 30.11.2009)

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(Foto: Linda Schäfer – eine weitergehende Verwendung dieses Bildes ist ausdrücklich untersagt und bedarf der Genehmigung. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an
EMail info{at}tomburg-forschung{Punkt}de)