Bautagebuch: Absturzsicherung an Spritzbetonwand

Schon bei der Abnahme der Sanierungsarbeiten 2017/2018 wurde die Absturzgefahr an einer Stelle als sehr hoch bewertet. Denn die auffällige Spritzbetonwand zur Hangsicherung weckt die Neugier der Besucher, sich dieser Kante zu nähern, hinter der das Gelände ca. 40 m zum Steinbruch hin sehr steil abfällt.

Im Sinne einer schnellen ›Gefahrenabwehr‹ hat die Stadt Rheinbach daher ein Geländer beauftragt. Dabei ist die Bauausführung besonders hochwertig: die Pfosten sind aus Eiche und stehen in feuerverzinkten Pfostenschuhen auf der Stützmauer; gegen ein hangseitiges Abknicken sind sie durch Winkel an der Außenseite gestützt. Die Handläufe bestehen aus Douglasie und sind doppelt ausgeführt: ein zusätzliches Querholz befindet sich in kindgerechter Höhe.

Insgesamt entsteht der Eindruck eines ›Balkons‹. Um allerdings den Ausblick hinüber zum Siebengebirge genießen zu können, müssten die Sichtachsen in Abstimmung mit dem Forstamt frei geschnitten werden. Voraussetzung hierfür sollte aber auch ein Wegekonzept sein, das aufzeigt, wie die Besucher durch weitere Geländer entlang einer entsprechenden Wegeführung diese Stelle sicher erreichen können.

Das Geländer kurz nach der Fertigstellung (Foto: Andreas Herrmann).

Das Thema der Plateauumzäunung ist übrigens keine denkmalpflegerische Maßnahme, sondern wird auch im Hinblick auf die Haushaltsmittel einer Gefahrenabwehr im Sinne der ›Vekehrssicherung‹ zugeordnet. Zur Zeit wird geprüft, inwieweit die hier praktizierte Bauausführung als Vorbild für die gesamten Ränder des Burgplateaus übernommen werden kann.

(Fotos: Andreas Herrmann)

Die Tomburg im Ausschuß für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur

2014-11-27_ZustandUndSubstanzverlust-Folie1Hier finden Sie eine bebilderte Textfassung des Vortrages:
LinkInt »Tomburg – Zustand und Substanzverlust«.

Am 20. November 2014 wurde im ›Ausschuss für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur‹ auf Einladung der Stadt Rheinbach über den aktuellen Zustand, den kontinuierlichen Substanzverlust, aber auch über Perspektiven für Burg und Berg vorgetragen.

Der General-Anzeiger Bonn berichtet:LinkExt »Zahn der Zeit nagt an der Tomburg«.

Tomburg – noch ein Möbel…

 

Panoramablick am Südrand des Waldes unterhalb der Tomburg (Andreas Herrmann).

StifterschildAm südlichen Rand des Waldes, dort, wo der Aufstieg zur Tomburg beginnen kann, steht seit kurzem eine Liege. An diesem wunderbaren Platz kann sich der Rücken erholen und der Blick wandert durch ein großes Panorama: von den sieben Bergen durch das Wachtberger Ländchen über die Ipplendorfer Kirche zu Feldern und Obstwiesen bis in die Wälder der Voreifel. Vielen Dank an die Tomburg Ritter.

Tomburg – neu möbliert

Bereits am 6. November 2013 berichtete das »Schaufenster / Blickpunkt« über eine Schenkung der Firma Faßbender-Tenten: »… eine Basaltstein-Sitzgruppe für die Tomburg übergab Christian Faßbender, Geschäftsführer der Faßbender-Tenten GmbH & Co KG, in einer Feierstunde im Himmeroder Hof an Bürgermeister Stefan Raetz.«
Für dieses im besten Sinne bürgerschaftliche Engagement kann man nur ausdrücklich danken.

Nun sind die Arbeiten an der Sitzgruppe abgeschlossen. Sie fand ihren Platz am Osthang unter der Linde. In dem gesamten denkmalgeschützten Ensemble der Tomburg innerhalb des Naturschutzgebietes Tomberg mit Sicherheit die prominenteste Stelle mit einem grandiosen Ausblick über das Wachtberger Ländchen, Siebengebirge und über Rheinbach in die Köln-Bonner-Bucht.

So begrüßenswert diese Einzelmaßnahme auch ist, stellt sich dennoch die Frage, wie sich diese verbesserte Aufenthaltsqualität verträgt mit der bereits jetzt zu beklagenden Belastung des Tombergs durch wildes Grillen, Müll und Vandalismus. Hinzu kommt die Nutzung des Tomberges als eine Art Abenteuerspielplatz für Kinder.

Angesichts dieser auf den ersten Blick unvereinbaren Ansprüche aus Naturschutz, Denkmalschutz und Naherholung ist ein Nutzungskonzept wünschenswert, das zukünftige Einzelmaßnahmen zu einem sinnvollen Ganzen verbindet. Erste Anregungen hierzu sind in Vorbereitung.